zum 10. Mal Meisterchor
Berichte, Gedichte und Rückblicke zum zehnten Meisterchortitel des St. Marien-Gesangvereins Aachen-Horbach im Jahr 2007.
Dreimal Danke!
Wir haben den Meisterchor wieder errungen und ein ganzes Dorf ist stolz auf die Sänger! Sie haben durch fleißiges Proben, durch gesangliches Können und hohe Konzentration bei den Aufführungen aber auch durch eine ungewöhnliche Kameradschaft, die Alt und Jung verbunden hat, den Titel ersungen.
Danke den Sängern – ohne Sänger gäbe es keinen Chor!
Wir sind ein Haufen von über 70 Männern, Handwerker, Ärzte, Beamte, Ingenieure, Lehrer und vieles mehr, vielleicht gewohnt die erste Geige im Beruf und zu Hause zu spielen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen. Aber wir stehen still und folgen jedem Fingerzeig, Kopfnicken und jeder Bewegung seines Mundes. Wir parieren, wenn er virtuos Kommandos gibt und immer und immer wieder Korrekturen am Auftritt vornimmt. Einzelnen Sängern werden kleinere Fehler verziehen. Wenn er einen Fehler macht, ist das eine Katastrophe für den Chor – aber er macht keinen Fehler.
Danke dem Dirigenten – dem „Vater des Erfolges!“
Sie trösten uns, wenn wir wieder einmal geschlaucht und müde von den Proben nach Hause kommen. Sie haben Verständnis, wenn wir schlecht gelaunt, nach 69 mal „S – chr – eveningen“ und nach 48 mal „Sangejo“ und nach over 100 mal „Dunkel“ nach Hause kommen. Sie schicken uns, wenn wir beim Einpauken von Feinheiten, beim Lernen von Text und beim nervigen Wiederholen von kurzen Liedausschnitten wieder einmal die Lust verlieren und „Unwichtiges“ vorschieben, um nicht proben zu gehen. Sie freuen sich mit uns – oder sogar noch mehr, wenn wir Erfolg haben! Sie verzichten in ihrer Freizeit nicht nur auf uns, sondern beschenken uns noch für unseren Erfolg.
Danke den Sängerfrauen – ohne deren Unterstützung unser Erfolg nicht möglich gewesen wäre!
Noch eine kleine Geschichte
Vor vielen vielen Jahren war ein damals junger Sänger zu seinem 1. Meisterchor nach Iserlohn gereist. Nach Abschluss der Vorträge rief ein Jurymitglied "Bravo Bruno!"
Er meinte den damaligen Chorleiter Bruno Hütten, der im ganzen Land als ausgezeichneter Chorleiter anerkannt war und wieder einmal den Horbacher Chor zu Höchstleistungen geführt hatte.
Der Junge Sänger wusste spätestens nach der Meisterchorprüfung, dass er einen der besten Chorleiter im Lande NRW hatte und war stolz darauf.
2007 war die nunmehr 6. Prüfung, die der (immer noch) junge* Sänger zu bestehen hatte. Nach der diesjährigen Aufführung erfuhr unser Chorleiter, Chordirektor Ando Gouders, von allen Seiten - aber auch zum ersten Mal bewusst aus der Meisterchorjury heraus - Anerkennung und Lob.
Jurymitglieder beglückwünschten ihn persönlich zu "vier mal sehr gut" mit beiden Chören. Auf den Korrekturpartituren stand u.a. "ein sehr guter Dirigent", und die Tochter eines der bekanntesten Chorkomponisten unserer Zeit suchte den Kontakt zu Ando, um persönliches Lob auszusprechen. Jurymitglieder freuten sich schon auf den zweiten Auftritt von Ando mit dem Liederkranz Würselen und sprachen es offen aus. Anerkennung aus allen Richtungen!
Spätestens jetzt weiß wohl jeder in Horbach, dass wir wieder einen der besten Chorleiter des Landes, wenn nicht sogar in Deutschland (und den Niederlanden) an der Spitze unseres Chores haben und ich glaube für alle Sänger und Fans des Chores sprechen zu dürfen, dass wir alle stolz auf unseren Ando sind!
*Anmerkung des Webmasters: "jung" ist eigentlich irgendwie anders ... aber in Relation zu den anderen Sängern mag dieses trügerische Gefühl vereinzelt aufkommen ;-)
D`r Messterchuur!
Anlässlich der Feiern zum 10. Meisterchortitel (Helmut Plum, im Juni 2007)
Et morjens oem …10.00…. Uhr,
trokke weer loos met d`r janze Chuur.
Nu at et zengte Moal en 46 Joar,
hannt wüer d`r Meesterchuur at wier enns kloar.
Et moss me jenge menge, dat wüer dat uus d`r Ärm jemaat,
mondelang hatt d`r Ando gehellt, bes wüer woare parat.
De Proove fenge met Übunge aa,
enn- un uusoame sönd et ieschte dra.
Buuch entrekke, enn Schauere eraaf,
beij Oam ze lang anhauwe fällste schlaff.
E fien ps ps, ks ks un tst tst,
et duuret met onger enn janze Zitt.
Hant wüer de Stemm e bessje traktiert,
krieje wüer ooch noch Freiübunge jeliert.
De Schauere kreise noa vüere en henge,
met de Hüfde kreise, enn de Beng överschwenge.
Ess dat jedoa, mösse wüer blieve stoe,
enn Ando sätt, nu lott meer ens joe.
Wüer sänge ett Mädsche uus Schevenninge,
een de Uussproach Sch moss reschitsch jelinge.
He woar net met Veddel-Tüenscher zefreije,
beij ett Meestersänge moss alles stemme.
De Faahrt met de Busse woar flott enn jott,
koem anjekomme soasse de ieschte at op d`r Pott.
Fäns enn Vrouwe sönd mettjefahre,
öm enn d`r Saal ett Publikum uus de Stoel ze jaare.
Beij et ensänge konnste de Konzentration at merke,
enn dat es eng van oss besongije Stärke.
D`r Ando trimmt oss, bes dat wöer malat,
op de Bühn steät da jedder wie enne Soldat.
All sönd se röejisch, un me kann sujar hüere,
wenn enge enne Fotz lätt, off anger Allüre.
Die vier Ledscher sönd relativ flott jesonge,
äffer jenge kann saare, op alles jelonge.
Et jeföel van oss sätt janües uus,
wüer waade bes et Erjebnis stäet en et Huus.
Endlich wesse weär Beschäed,
Randale van Freud unn keä bessje Leed.
Wüer könne wäerm stolz noe Ooche fahre,
enn d`r Titel Meesterchuur 5 Joar lang draare.
Suue moss et wier joa met alle Mann,
dat Ando unn jedder van oss saare kann,
enn 5 Joar söend wüer at wier topp,
un setze oss de Meesterchruuen wier opp d`r Kopp!
2 Gedichte zum Meisterchor 2007
(Vorgetragen von den Lieblingsfrauen einiger Sänger)
1.
Da steht er, der siegreiche Chor
Wir Frauen tragen euch nun etwas vor.
Den Titel Meisterchor man höre und staune
Habt ihr geholt mit guter Laune
Doch auch mit Können und guter Manier
Wir Frauen sind stolz, das glaube mir.
Der Titel ist hier und das schon seit langem
Seit 61 erstmals die Siegesglocken klangen.
Oft haben wir auf euch verzichten müssen,
konnten euch nur flüchtig küssen
ihr musstet proben das war sehr wichtig.
Damit die Töne klangen auch richtig.
Der Ando hat´s wieder vollbracht
Und Euch zum Meisterchor gemacht.
70 Sänger haben mitgesungen
Und ihre Kehlen ist Schönes entsprungen
Die Jury tobte
Das Publikum tobte
Es ist geschafft
Ich denke es hat euch auch Spaß gemacht
Das Dorf und wir sind glücklich und froh
Nun lasst uns feiern und singen, sowieso.
Den Erfolg dann solltet ihr genießen
Und mit einem kühlen Bierchen begießen.
2.
Wäre dieser Titel futsch,
wäre Euch das Herz in die Hose gerutscht.
Und es ist uns allen klar,
nichts wäre vorübergehend mehr so, wie es immer war.
Diesen Titel zu besitzen
ist für Euch ein „Muss“ bis in die Fingerspitzen
Geprobt wird immer, denn einen guten Eindruck will man immer hinterlassen,
doch für den Meisterchor muss alles perfekt sein, und nur Klasse!
Und durch eiserne Disziplin ist es wieder gelungen,
den Titel „Meisterchor“ weiterhin führen zu können, das habt Ihr Euch gestern ersungen.
Drum liebe Sänger hier im Saal,
vorbei ist jetzt die Probenqual,
könnt´ jetzt wieder fünf Jahre davon zehren,
und Euch etwas ausruhen auf Euren Lorbeeren.
Und für alle Mühe die gewesen, soll es heute ein Geschenk nun geben.
Alle Sängerfrauen waren spendabel, schaut nur her, was wir jetzt haben.
Für Euch weiterhin Erfolg, gepaart mit Spaß,
immer etwas aus dem Fass,
von der Traube in die Tonne,
dann bleibt das Leben eine Wonne.
Zehnter Meisterchortitel mit toller Bewertung
Nach monatelanger Vorbereitung mit Sonderproben und Probewochenenden fuhr der St. Marien-Gesangverein Aachen-Horbach am Samstag, dem 02.06.2007 in 2 Doppelstockbussen mit insgesamt 150 Personen inklusive Fans zum Bundesleistungssingen des Sängerbundes NRW e. V nach Langenfeld bei Solingen.
Hier galt es, in der höchsten Leistungsstufe, der Kategorie A, den Titel „Meisterchor im Sängerbund NRW e. V.“ zu verteidigen. Auf den Punkt topfit vorbereitet durch den erstklassigen Chorleiter, Herrn Chordirektor Ando Gouders, ging der Chor mit 72 Sängern auf die Bühne der Stadthalle in Langenfeld, um der fünfköpfigen Fachjury und den zahlreichen Zuhörern seine Chorwerke vorzutragen.
Der Titel „Meisterchor im Sängerbund NRW e. V.“ konnte mit Bravour und nun bereits zum „zehnten Male“ errungen werden. Dieser Titel gilt nun wieder für die nächsten 5 Jahre. Besonders zu erwähnen ist die excellente Einzel-Bewertung des Chores. In allen 4 vorgetragenen Chorwerken erreichte der Chor die Note „sehr gut“.
Die einzelnen Chorwerke waren als Wahlchorwerk „Morgengloria“ von Joseph Haas , als Volkslied einfach/strophisch „Muß i denn zum Städele naus“ von Friedrich Silcher, als Volkslied durchkomponiert/strophisch variiert „Das Mädchen aus Scheveningen“ von Jan Vermulst und als Wahlpflichtchorwerk „Im Wald“ von Halfdan Kjerulf.
An diesem Tag stellten sich insgesamt 30 Chören aus dem Sängerbund NRW dieser Fachjury. 25 Chöre konnten den Titel „Meisterchor“ erringen.
Der St. Marien-Gesangverein ist mit der zehnten Erringung dieses Titels nun schon seit 1961 ununterbrochen „Meisterchor im Sängerbund NRW e. V.“. Es ist schon erstaunlich, dass der Chor nun schon seit 50 Jahren und über mehrere Generationen hinweg dieses höchste Leistungsniveau im Sängerbund NRW halten kann.
Der Chorleiter des St. Marien-Gesangvereins Ando Gouders konnte zudem einen Tag später, am 03.06.07, noch einen weiteren Meisterchortitel mit dem MGV „Liederkranz“ Würselen erringen. Auch mit diesem Chor konnte er ein tolles Ergebnis mit „viermal sehr gut“ erringen.
Der St. Marien-Gesangverein feierte schon kräftig in Langenfeld und tags später bei einem „Musikalischen Frühschoppen“ im Vereinslokal Bosten/Wirtz.